G8 als innovativ verkaufen – Louis

G8 als innovativ verkaufen – Louis

Wir kennen es, die meisten von uns hassen es.

Eingeführt im Jahre 2009 als Innovation und Revolution des bayrischen Bildung Systems, hat Es einiges verändert.

Ich denke ihr wisst, worum es sich handelt, unser guter alter Freund G8.

Von unserem Kultusminister als eine Innovation angeprangert, soll G8 uns „individuell fördern“ und uns besser auf das Berufsleben vorbereiten, doch wie sich herausstellte ist das Gegenteil der Fall.

Doch nun wollen wir mal schauen wie innovativ G8 wirklich ist.

Louis Engelmann Werner-von-Siemens-Gymnasium louis.engelmann@gmx.de

„Eigentlich war G8 nur ein Vorwand damit wir früher unser ABI machen und somit schneller arbeiten können.“

Eigentlich war G8 nur ein Vorwand damit wir früher unser ABI machen und somit schneller arbeiten können.
Und darin liegt schon der erste GROßE Fehler, denn sie haben einfach den gleichen Lehrplan übernommen. Wenden wir mal simple Mathematik an.
– Wir haben 35 Stunden pro Woche
– diese multiplizieren wir mit den Schulwochen
– also 35 x 38 = 1330 Schulstunden die uns fehlen, für den GLEICHEN Stoff.
Ihr kennt das wenn euer Lehrer mal 2 Wochen krank ist, wie sehr ihr dann hinterher hängt und wie viel Stress ihr dann mit dem Nachholen habt!
Und stellt euch vor es FEHLEN 1330 SCHULSTUNDEN, wer kann bei diesen Fehlstunden den ganzen Stoff nachholen??!!
Und obwohl G8 1 Jahr kürzer ist, haben wir doch länger Unterricht
Es kann ja wohl nicht sein, wir haben 1 Jahr Schule weniger, UND DANN KLAUT MAN UNS NOCH UNSERE FREIZEIT.
Und als letztes: Was spricht eigentlich für das G8?
War die Idee nicht, Geld zu sparen? Die Schulen brauchen weniger Lehrer und wir können früher Steuern zahlen.
Aber inzwischen wurde der Wehrdienst abgeschafft und die Bachelor- und Masterstudiengänge sind kürzer
Somit kämen wir auch ohne G8 früher zum Arbeiten!
Und außerdem wäre eine BESSERE und UMFASSENDERE Ausbildung heutzutage nicht mehr wert, als ein Jahr früher am Arbeitsmarkt zu sein.
Abschließend möchte ich noch hinzufügen dass,
Unser lieber Kultusminister ebenfalls davon sprach, dass es die Schulfamilie zu sehr strapazieren würde, wenn man auf G9 zurückstellt.
Ich bin da ANDERER Meinung!
Eine Umstellung wird genau dieselben Strapazen aufweisen wie davor.
Und FÜR DIE BILDUNG IN BAYERN SOLL, NEIN, DARF MAN KEINE KOSTEN SCHEUEN.
UND WENN DIE POLITIK NUR DÄUMCHEN DREHT, LIEGT ES AN UNS SCHÜLERN UNSER BILDUNGSYSTEM ZU REVOLUTIONIEREN, UNS DAGEGEN AUFZULEHNEN, DIE ZÜGEL SELBST IN DIE HAND ZU NEHMEN. Denn wir verbringen wohl die meiste Zeit in der Schule, also haben WIR ein MITSPRACHE RECHT!!
Doch leider merken viele von uns erst jetzt, was das für ein großer bildungspolitischer Fehler war. Deshalb hat Ludwig Spaenle für seine besondere Leistung “uns G8 als innovativ zu verkaufen” eine 1 verdient.
Dafür geben wir ihm mal einen Applaus.

 

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