Schaufensterpuppen haben eine Meinung, Schüler auch.

Mama? Warum muss ich in die Schule gehen?

Die StadtschülerInnen Vertretung München gibt Schülern eine Stimme.
Eine Woche vor Schulanfang beginnt für die Schülerinnen und Schüler der Landeshauptstadt München die Vorbereitung auf ein weiteres Jahr voller Zwänge und Notenstress. Deshalb hat die Münchner StadtschülerInnenvertretung  in einer kreativen Street- Art- Aktion Schaufensterpuppen, stellvertretend für  Schüler, eine Stimme gegeben, die mehr Mitspracherecht fordert.

Sprechblasenaktion zum Schulanfang

Alle Kinder machen Abitur, nur nicht Gunter, der geht in der Gesellschaft unter.

In der Münchner Innenstadt ist der Schulbeginn nicht zu übersehen. Die Schaufenster sind voll mit Puppen, die auf den Schulbeginn aufmerksam machen. Die SSV München nutzt diesen Zustand und gibt diesen eine Stimme. Schüler sind Roboter, die dem Schulsystem hilflos ausgesetzt sind. Ihre eigene Meinung zählt nicht. Deshalb fordert die SSV München mindestens halbjährlich ein Feedback, in dem die Jugendlichen ihre Eindrücke zum Schulsystem, eigene individuelle Gefühle oder konstruktive Veränderungsvorschläge beschreiben können.

„Viele meiner Lehrer wissen nicht einmal, ob wir Schüler ihren Unterricht gut oder schlecht, ihre Notenbewertung gerecht oder ungerecht finden.“, so die 19 jährige Schülerin Hannah Imhoff. „ Wie sollen sie auch, wenn wir von offizieller Seite nicht die Möglichkeit bekommen ihnen unsere Meinung zu sagen?“

Mit Logo und qr Code versehen prangten die schulkritischen Sprüche für ein paar Stunden in der Münchner Innenstadt.

Sprechblasenaktion zum Schulanfang

Die Schule ist, wie der Name es schon sagt, für die Schülerinnen und Schüler da. Sie soll nachhaltiges Wissen vermitteln. Dies funktioniert jedoch nur, wenn auf die Jugendlichen eingegangen wird, wenn nach den Meinungen gefragt wird und die Schüler sich wohlfühlen.

Die 17 jährige Schülerin Zora Siebauer empört sich: „Ein System, das zeitgemäß ist und funktioniert, kann nicht erreicht werden, wenn es nur von Personen erstellt und überarbeitet wird, die schon lange aus der Schule raus sind.“

Um dies zu erreichen müssen Schülerinnen und Schüler mit eingebunden werden.  Durch ein halbjährliches Feedback kann das System durch individuelle Meinungen und Statistiken verbessert und angepasst werden.

„Die Stimme der Schüler muss gehört werden,  denn wir sind eben keine stummen Schaufensterpuppen, denen Andere  durch angeklebte Sprechblasen Gehör verschaffen müssen!“, so Zora. „ Es muss eine Selbstverständlichkeit werden, dass man uns in der Weiterentwicklung der Schule mit einbezieht.“

Beeindurckend war, wieviele Stadtbesucher stehen blieben, nach der Aktion fragten oder gleich begannen über unsere Schulbildung zu diskutierten.

Beeindurckend war, wie viele Stadtbesucher stehen blieben, nach der Aktion fragten oder gleich begannen über unsere Schulbildung zu diskutierten.