[PM] Schüler, zurückbleiben bitte!

StadtschülerInnenvertretung München fordert günstigere Fahrkartenpreise für Schüler und Auszubildende – Bildung muss kostenlos sein!

München – Die neuen MVV-Tarife, die ab Sonntag den 11. Dezember gelten, schaffen weiterhin keine Verbesserung der Situation für Schüler und Auszubildende. Die Stadtschülerinnenvertretung München protestiert mit einer kreativen Aktion für günstigere Preise für Schüler & Auszubildende:

„Tür für Schüler unbenutzbar“, prangt es von den Flugblättern an den Münchner S-Bahn-Türen. Die Anspielung auf das bekannte „Tür defekt“-Schild der MVV kritisiert, dass Schüler aufgrund der hohen Kosten, die ohne ein geregeltes Einkommen getragen werden müssen, die öffentlichen Verkehrsmittel oft nicht nutzen können. Die SSV München fordert daher eine Monatskarte für das Gesamtnetz für 15€ für alle Schüler.

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Während Studierende die Vergünstigungen des Semestertickets genießen und Mitarbeiter von BMW dank des Jobtickets zum Teil geringere Tarife bezahlen als die Schüler, bleiben die jungen Menschen nach wie vor auf der Strecke.

Die Schülervertreterin Hannah Imhoff (19) zahlt allein für ihren Schulweg 57,50 Euro im Monat. Hier werden Schüler sozusagen doppelt bestraft, einerseits durch den langen Schulweg, andererseits durch die hohen Fahrtkosten. Soziale Aktivitäten wie der abendliche Kinobesuch oder der Weg zum Sportverein sind dabei noch gar nicht inbegriffen: „Bei mir sind es grundsätzlich die zweimal wöchentlichen Sitzungen, die Seminare und die unterschiedlichen Aktionen. Hätte ich nicht die Ressourcen, mir für noch mehr Geld eine Zusatzfahrkarte zu leisten, hätte ich auch keine Möglichkeit mein ehrenamtliches Engagement auszuführen!“

Aktuell gibt es nur bis zur 10. Klasse einen kostenlosen Schulweg, auch hier gelten viele, zum Teil komplizierte Bedingungen: Unter anderem die Anzahl der Geschwister oder die Entfernung  des Wohnorts zur Schule spielen hierbei eine Rolle.

Die Stadt muss jetzt die Weichen für eine Verbesserung stellen oder der Zug ist für Schüler in Zukunft abgefahren.